LCKW-Sanierung

Im Innenstadtbereich einer norddeutschen Großstadt lagen umfangreiche Verunreinigungen durch LCKW aus der Vornutzung vor. Trotz einer langjährigem p&t-Maßnahme bestanden im Grundwasser noch Rest-belastungen von ca. 2.000 – 4.500 µg/l LCKW.

Intrapore führte eine intrasense®-Standorterkundung durch, um Einflüsse eines nahegelegenen angestauten Flussnebenlaufes auf die lokale Hydrogeologie zu ermitteln. Hierbei stellte sich heraus, dass der Standort insgesamt durch ein hydraulisch sehr dynamisches, an-isotrop reagierendes System gekennzeichnet ist. Untersuchungen belegen wechselnde Fließrichtungen sowie unterschiedliche physikochemische Verhältnisse im Aquifer, der bereichsweise durch eine hydraulisch wirksame Schluffschicht getrennt wird. Es wurde ein konzeptionelles Standortmodell (CSM) entwickelt, mit dem die Felddaten sinnvoll interpretiert werden konnten.

Zur Überprüfung, ob eine Partikelinjektion zur wirksamen Reduzierung der LCKW-Restbelastungen geeignet ist, erfolgte in 2018 ein Pilotversuch. Zunächst wurden Labortests durchgeführt. Anschließend erfolgte die Injektion einer intraBlack®-Partikelsuspension über Direct-Push-Sondierungen in Tiefen bis zu 18 m u.GOK. Die kolloidal gelösten Aktivkohle-Eisenpartikel führten zu einer Retardation der Schadstoffe und verursachten gleichzeitig eine reduktive, abiotische Dechlorierung der LCKW, bei der kein VC entstand.

Im Rahmen des Wirkungsmonitorings wurde innerhalb von 3,5 Monaten nach der Injektion eine Abnahme der LCKW-Belastung um bis zu 83% gemessen.

Mit dem Pilotversuch konnte der Nachweis für die grundsätzliche Eignung des Partikeleinsatzes im lokalen Aquifer erbracht werden.

Als nächster Schritt wurde mit dem Sanierungspflichtigen und der zuständigen Ordnungsbehörde ein weiterer Partikel-Einsatz unter kontrollierten hydraulischen Rand-bedingungen abgestimmt, der im September 2019 startet.

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