Sanierung einer Chrom(VI)-Kontamination

Bei Baumaßnahmen auf dem Gelände einer ehemaligen Galvanik lwurden starke Kontaminationen des Boden und Grundwassers mit Chromat entdeckt. Uns wurden daraufhin Standort-Grundwasserproben geliefert, um im Labor die Eignung unserer intrared® Mikropartikel-Suspensionen für eine Sanierung des Schadens zu testen.
Die Proben wurde mit intrared® behandelt, welches das Chromat in weniger toxisches und wasserlösliches Chrom(III) überführt und damit dauerhaft und irreversibel immobilisiert.
Im Labor wurde die Abnahme der Chromatkonzentration jeweils in Abhängigkeit der zugesetzten Partikelkonzentration untersucht. Außerdem wurde eine zeitaufgelöste Abnahme der Chromat­konzentration bei einer festgesetzten Partikelkonzentration untersucht.
Die Ergebnisse der Laborversuche zeigen, dass die intrared® Partikel in der Lage sind, unter den gegebenen Batch-Bedingungen Chromat abzubauen. Sie sind somit prinzipiell geeignet für den Feldeinsatz. In Vorbereitung einer angedachten Partikel-Feldanwendung werden ergänzend Säulenversuche mit Standortsediment empfohlen, um kumulative Matrixeffekte im durchflossenen System zu berücksichtigen. Eine Pilot-Feldanwendung ist in Vorbereitung.
Im Gegensatz zu herkömmlichen Verfahren kann mit dem Partikeleinsatz eine dauerhafte Sanierungswirkung erreicht werden: Das Reagenz, also die intrared® Partikel, lagern sich nach der Injektion in den belasteten Aquifer dauerhaft an die Bodenmatrix an und verlagern sich nicht mit dem Grundwasserstrom. Dadurch entsteht eine Depotwirkung. Außerdem ist intrared® hochreaktiv und verfügt – durch die Größe im Mikrometer-Bereich – über eine überproportional große Oberfläche. Modellierungen ergeben eine Wirksamkeit des so installierten „Filters“ von mehreren Jahren.