Sanierung einer Toluol-Fahne

Auf einem alten Chemieparkgelände kam es durch Brandschäden zu ausgedehnten BTEX-Kontaminationen.  Auf einem ausgewählten Pilotstudiengebiet von ca. 10 m x 10 m sollte der Einsatz der kolloidalen intrablue® Eisenoxid erprobt werden. Dieses patentierte Material dient der natürlichen Mikrobiologie am Standort als zusätzlicher Elektronenakzeptor. Es handelt sich bei diesem Verfahren also um eine ENA-Maßnahme, ähnlich wie Sulfat- oder Nitrat-Zugaben, nur dass die Eisenoxide sich dauerhaft an die Bodenmatrix anlagern. So kommt es zu einem nachhaltigen Depot-Effekt. Außerdem werden keine bedenklichen Produkte wie Sulfid oder Nitrit gebildet.

Der Untergrund auf dem Pilotstudiengebiet bestand aus quatären Sanden und Kiesen mit einer Dicke von
ca. 10 m , unterlegt von einem Tonaquitard. Der Grundwasserstand betrug 4-5 m u. GOK, der Grundwasserleiter hatte eine gesättigte Dicke von 6-7 m. Die höchsten Gesamt-BTEX
Konzentration zwischen 15 bis über 200 mg/L.

Über Direct-Push Injektionen wurden im Rahmen der Pilotanwendung 300 kg Eisenoxide, gelöst in 3 m3 Wasser in den belasteten Aquifer eingebracht.

Der Nachweis der Wirkung der Partikel erfolgte in Beobachtungs-Messstellen anhand der kontinuierlichen Messung von BTEX, Trübung und Fe(II) als Abbauprodukt der mikrobiellen Schadstoff-Oxidation über einen Zeitraum von rund 20 Wochen. Der Nachweis der Schadstoffentwicklung erfolgte mittels Grundwasserbeprobung in den abstromigen Messstellen und Analyse der Proben in einem unabhängigen Labor.

Im Ergebnis der intrablue-Partikel-Injektion konnte ein rascher und nachhaltiger Abbau der Schadstoffe am Standort beobachtet werden.

Die hier gezeigten Daten stellen nur einen Ausschnitt dar. Am Standort wurden über zahlreiche Grundwasser-Messstellen umfangreiche Probenahmen durchgeführt und anschließend Frachtbilanzierung durchgeführt.

Die Feldanwendung wurde mit Genehmigung und unter der Aufsicht der zuständigen Behörden durchgeführt.

intrablack®

Zum Abbau von halogenierten Schadstoffen

intrablack® ist die nachhaltige und äußerst wirksame Alternative zu herkömmlichem Eisen – und das gleichermaßen hinsichtlich Mobilität während Injektion, nachhaltiger Reaktivität und Effektivität sowie für CKW-Schäden jeden Umfangs. Halogenorganische Schadstoffe wie PCE und TCE werden effektiv und dauerhaft immobilisiert und zu Ethen und Ethan abgebaut.

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