Nanosanierung

in-situ-nmp-gwsDie Nano- und Mikropartikel-basierten Sanierungsverfahren (NMP, engl. nanoremediation) stellen einen deutlichen Fortschritt in der in situ Dekontamination von Boden- und Grundwasserbelastungen dar. In den letzten 10 Jahren wurden in Forschungsprojekten NMPs für eine Vielzahl von Schadstoffen entwickelt. Das im industriellen Maßstab behandelbare Schadstoffspektrum umfasst derzeit LCKW, BETX und Schwermetalle. Für diverse weitere Stoffe wie MTBE, PFT, Pestizide und STV finden Felderprobungen  statt.

Je nach Schadstoff wirken die NMP als Reagens, Katalysator, Sorbens oder in Kombination. Die Reaktionsformen können Oxidation, Reduktion, die Förderung der Mikrobiologie im anaeroben oder aeroben Milieu, Adsorption, Redox-Immobiliserung oder Mischformen davon sein. Je nach Standort und Schadstoff(-mix) werden die Intrapore® NMPs daher individuell konfiguriert. Die Injektion in das Grundwasser oder den Boden erfolgt, individuell an den Standort angepasst, im Rahmen eines abgestuften Anwendungskonzeptes.

Die Transportreichweiten im Untergrund betragen partikel- und standortabhängig bis zu 20 m und sind über Stabilisatoren und die Injektionstechnik steuerbar. Es findet keine  spätere „ungewollte“ Verlagerung statt, da sich die NMPS an die Bodenmatrix anlagern. Vielmehr wird durch die Injektion ein nachhaltig wirksames Depot erzeugt, das partikel- und milieuabhängig bis zu mehreren Monaten wirksam ist. Die NMPs selbst sind auf ihre ökotoxikologische Unbedenklichkeit getestet.

With nanoparticles, we create an immobilized reactive zone through which the contaminated aquifer flows. This is the principle we know from permeable reactive barriers, but without the need for excavation work.

– Dr. Katrin Mackenzie, Senior Scientist, UFZ-Leipzig Halle.

 

Vorteile unserer NMP-Sanierungsverfahren

    • Sicher und nachhaltig: Kalkulation der Injektionsmengen durch Schadstoffgehalte stöchiometrisch vorgegeben, Ziel: langanhaltende Wirkung.

 

    • Zielgerichtet und maßgeschneidert: Anpassung des Partikelmixes, des Injektionsmediums und der Verlagerungsweiten an den jeweiligen Standort.

 

    • Keine Unterbrechung von Betriebsabläufen: „minimal-invasive“ Vorgehensweise.

 

    • Geringe Beeinflussung der Grundwasserhydraulik: keine Grundwasserförderung u. Ableitung behandelter Wässer, nach Injektion keine Störanfälligkeit, keine Wartung des Systems.

 

    • Schadstoffe im gesamten Untergrund erreichbar: Gebäude, Infrastruktur, Ver- u. Entsorgungsleitungen nicht hinderlich.

 

    • Wirkung in Echtzeit kontrollierbar: über on site-Sensorik.

 

    • Kostenreduzierung: geringer Personalaufwand / Wegfall Anlagentechnik. NMP-Ergänzungseinsatz: Aufwandsreduzierung laufender P&T-Maßnahmen.

 

 

Environmental nanotechnology represents a tremendous benefit for underutilized brownfield sites in Europe and around the world.

– Daniel W. Elliott, Ph.D., Geosyntec Consultants.